Crashinfo_JN884_DE

Absturz information JN884 Slootdorp

Während des Zweiten Weltkriegs stürzten innerhalb der Gemeindegrenzen von Hollands Kroon mehr als 40 verschiedene Bomber und Kampfflugzeuge ab - an Land, im IJsselmeer und im Wattenmeer. Einige wenige Besatzungsmitglieder konnten mit ihren Fallschirmen landen und wurden gefangen genommen, andere konnten mit Hilfe des Widerstands fliehen. Die meisten von ihnen jedoch verloren ihr Leben und kehrten nicht zu ihren Familien und Angehörigen zurück.

Informationen über die Enthüllung dieses Mahnmals

Dieses Mahnmal ist enthüllt am 16. April 2022

Ort des Mahnmals

Absturz Halifax MKII JN884 NP-F, 158 Squadron, Dolfijnweg bei Slootdorp

Engelse bommenwerper Halifax MKII

Absturz Information

Der englische Halifax-Bomber war am Abend des 25.Juli 1943 um 22.39 vom Flughafen Lissett aufgestiegen. Es war der dritte Einsatz für die Bemannung, das Kommando hatte Pilot Kenneth Larkin.


Larkin und seine sechs Besatzungsmitglieder flogen zusammen mit 704 anderen Bombern Richtung Krupp Fabriken in Essen. Die Halifax kehrte am nächsten Morgen nicht nach Lissett zurück und die Besatzung wurde als vermisst gemeldet. Der Bomber war bereits auf dem Hinweg um 00.17 Uhr von einem deutschen Nachtjäger abgeschossen worden. Sechs der zu Tode gekommenen Besatzungsmitglieder wurden noch am selben Tag auf dem Friedhof in Middenmeer begraben. Nur Heckschütze Jock Loudoun konnte rechtzeitig mit dem Fallschirm das brennende Flugzeug verlassen, kurz bevor es in der Luft explodierte. Es grenzt an ein Wunder, dass er den Absturz überlebte und den Krieg unversehrt überstand.

Die Besatzung

Kenneth Richard Larkin

Sergeant

Pilot

22 Jahre

UK

James Stewart

Sergeant

Flugingenieur

20 Jahre

UK

Percy Fisher Watson

Flyer Sergeant

Navigator

28 Jahre

NZ

Edward Raymond Bray

Sergeant

Bombardier

20 Jahre

UK

Roy Desmond Raven

Sergeant

Funker

21 Jahre

UK

Ronald Joseph Wyatt-Matthews

Sergeant

Schütze

33 Jahre

UK

Jock Ernst Loudoun

Sergeant

Schütze

21 Jahre

UK

Bilder der Enhüllung

Zusammenfassungen und Presseberichte

Familie Loudoun war bei der Enthüllung des Mahnmals am Dolphinweg anwesend

 

16. April 2022 Etwa hundert Besucher kamen am 16. April zur Enthüllung des Mahnmal am Dolfijnweg. Ein deutliches Zeichen, dass Geschichten über und Erinnerungen an die Ereignisse des Zweiten Weltkriegs noch immer lebendig sind. Es gibt uns als Stiftung das gute Gefühl, dass unsere Arbeit sinnvoll ist - Interesse wecken ist immerhin eines unserer Ziele.

 

Geladene Gäste und Interessierte hatten sich auf dem Bauernhof der Familie Juurlink am Dofijnweg versammelt, Marlies und Reinier Woudstra sorgten für Kaffee und Tee. Die Scheune war eigens für diesen Anlass als Empfangs- und Veranstaltungsraum eingerichtet worden. Für Mark Hakvoort, dem Vorsitzenden unserer Stiftung, hat genau dieser Ort sein Interesse für Flugzeugabstürze im Wieringermeerpolder während des Zweiten Weltkriegs geweckt. In seiner Präsentation zeigte Mark Fotos aller Besatzungsmitglieder der Halifax JN884 und erläuterte er ausführlich, was am 26. Juli 1943 geschehen war. Ein herzlicher Empfang galt der Familie Loudoun. Dave Loudoun, der mit seiner Frau Jane in die Niederlande gekommen war, ist der Sohn des Heckschützen Jack Loudon, der damals als einziges Besatzungsmitglied den Absturz überlebt hatte. Jack Loudon starb im Jahre 2003. Enkel Tom Loudoun führte die offizielle Enthüllung des Mahnmals durch. 1979 hatten Jock Loudoun und seine Frau Vera Wieringermeer besucht. Piet Terpstra, damals stellvertretender Bürgermeister, hatte den Empfang von Jock und Vera organisiert. Piet Terpstra ist inzwischen verstorben, aber seine Frau Ria und sein Sohn Alex waren heute ebenfalls anwesend. Neben Marks Präsentation gab es eine Ansprache der Bürgermeisterin von Hollands Kroon, Rian van Dam und der stellvertretenden Botschafterin von Neuseeland, Hannah Frost.

 

Daran anschliessend begab sich die Gesellschaft an diesem herrlichen Frühlingstag zur offiziellen Enthüllung des Mahnmals. Dirk Bak spielte die englische und neuseeländische Nationalhymnen. Die Anwesenheit von  vierzehn Veteranen, angeführt von Dick Doornik, vervollständigte die feierliche Zeremonie.

Bei den Kriegsgräbern auf dem Friedhof in Middenmeer spielte Dirk Bak The Last Post. Familie Loudon, die Veteranengruppe, die Vertreterin der neuseeländischen Botschaft, die Freedom Flame Foundation (Edith van de Bovenkamp), Nachbarn und ehemalige Bewohner des Dolfijnweg und Praamweg (Familie Juurlink, Familie Hoitink, Familie Woudstra, Familie Hakvoort, Familie Sijtsma-Spits und Familie Scholten) und der Historische Verein Wieringermeer (Jan Wouts, Fred de Vries und Roellie Schiere) legten Kränze und Blumen nieder. Auch Bürgermeisterin Rian van Dam von der Gemeinde Hollands Kroon legte einen Kranz an den Kriegsgräbern nieder. Ein Kranz wurde von Tess Hakvoort im Namen von Sue und Alan Riddell, der Familie von James Stewart (dem Bordingenieur der abgestürzten Halifax), niedergelegt.

 

 Nach den Feierlichkeiten bot das Bestattungsinstitut Wieringermeer die Möglichkeit, den Mittag mit Kaffee und Tee ausklingen zu lassen.

 

 Der Vorstand der Stichting Herdenkingspalen Hollands Kroon möchte allen danken, die an diesem Tag anwesend waren und zu dieser beeindruckenden und unvergesslichen Veranstaltung beigetragen haben. Darüber hinaus möchten wir unsere Anerkennung für unsere Bürgermeisterin aussprechen, die unserer Stiftung ein warmes Herz zuträgt und an unseren Gedenkfeiern und Enthüllungen teilnimmt.

 

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