Crashinfo_NV187_RD140_DE

Absturz information NV187 und RD140 Wieringerwaard

Während des Zweiten Weltkriegs stürzten innerhalb der Gemeindegrenzen von Hollands Kroon mehr als 40 verschiedene Bomber und Kampfflugzeuge ab - an Land, im IJsselmeer und im Wattenmeer. Einige wenige Besatzungsmitglieder konnten mit ihren Fallschirmen landen und wurden gefangen genommen, andere konnten mit Hilfe des Widerstands fliehen. Die meisten von ihnen jedoch verloren ihr Leben und kehrten nicht zu ihren Familien und Angehörigen zurück.

Informationen über die Enthüllung dieses Mahnmals

Dieses Mahnmal ist enthüllt am 30. Oktober 2021

Ort des Mahnmals

Kollision Bristol Beaufighters Mk TF.X NV187 QM-T mit RD140 QM-A, 254 Squadron, Wasserturm in Wieringerwaard

Absturz Information

Am 17. Januar 1945 gegen 12.35 Uhr waren beide Beaufighters vom englischen Flugplatz North Coates aufgestiegen. Insgesamt 32 Beaufighters und 23 Spitfires nahmen an diesem Einsatz teil. Ihr Ziel war ein Konvoi, der vor dem Hafen von Den Helder lag.


Nach dem Angriff flog das Geschwader in einer weiten Kurve über den Noordkop zurück. Sechs Flugzeuge flogen in
Richtung Wasserturm in Wieringerwaard. Die beiden vorderen kollidierten kurz nachdem sie den Turm passiert hatten und stürzten ab. Die Besatzungsmitglieder der vier zurückgebliebenen Flugzeuge dachten, die beiden ersten seien vom Boden aus abgeschossen worden und eröffneten das Feuer auf den Wasserturm, der durch den Angriff schwer beschädigt wurde. Der Schaden wurde repariert, ist aber immer noch sichtbar. Das Tragische ist, dass an diesem Ort kein Abwehrgeschütz stand. Die vier Besatzungsmitglieder der Beaufighters kamen ums Leben und wurden auf dem Friedhof von Wieringerwaard bestattet.

Die Besatzung der NV187

Geoffrey Dutton Warburton

Flying Officer

Pilot

20 Jahre

UK

James Arthur Grey

Flying Officer

Navigator

34 Jahre

UK

Die Besatzung der RD140

Frank Paul Trautman

Flying Officer

Pilot

28 Jahre

UK

Noel Evans

Flying Officer

Navigator

31 Jahre

UK

Bilder der Enhüllung

Zusammenfassungen und Presseberichte

Bürgermeisterin van Dam betonte in ihrer Zusprache zum wiederholten Male, wie wichtig ist es, der oft sehr jungen Soldaten zu gedenken. Sie stiegen mit der Absicht, für unsere Freiheit zu kämpfen, in ihr Flugzeug und konnten nie sicher wissen, ob sie wieder nach Hause zurückkehren würden.


Chris sprach über beide Abstürze.

Am 13. Juni 1943 stürzte ein englischer Avro Lancaster III Bomber auf der Wiese

am Slikkerdijk ab. Vier Besatzungsmitglieder konnten aus dem Flugzeug springen und wurden kurz darauf festgenommen. Zwei Besatzungsmitglieder werden noch immer vermisst. Ein Besatzungsmitglied wurde zwei Wochen nach dem Absturz in einem Kornfeld gefunden und liegt auf dem Friedhof von Wieringerwaard begraben.


Am 17. Januar 1945 stiessen zwei britische Bristol Beaufighter ganz in der Nähe des Wasserturms zusammen. Die Besatzungsmitglieder beider Flugzeuge kamen dabei ums Leben. Auch sie liegen auf dem Friedhof von Wieringerwaard begraben.

Chris sprach auch über Teun Wonder, einem damals 16jährigen Jungen, der 1944 durch englische Gefechtsflieger ums Leben kam. Das Grab von Teun liegt in der Nähe der Gräber der jungen Männer, deren wir heute gedenken. Teuns Geschwister enthüllten die Informationstafeln am Mahnmal vor dem Wasserturm. Die Nationalhymnen der Niederlande und Englands wurden im Wasserturm von Trompeter Dirk Bak gespielt. Die Nationalhymnen klangen diesmal durch die Akustik des Wasserturms besonders schön.

Auf dem Friedhof wurden an den Gräbern der gefallenen Besatzungsmitglieder und am Grab von Teun Wonder Kränze und Blumen niedergelegt. Dirk Bak blies “The Last Post” auf seiner Trompete, gefolgt von einer Schweigeminute. Die Anwesenheit von Veteranen aus Schagen und Hollands Kroon verliehen dem Tag etwas besonders Feierliches.



NH Nieuws über die Enthüllungen in Wieringerwaard

Reg!o Noordkop über die Enthüllungen in Wieringerwaard