Crashinfo_ED816_DE

Absturz information ED 816 Wieringerwaard

Während des Zweiten Weltkriegs stürzten innerhalb der Gemeindegrenzen von Hollands Kroon mehr als 40 verschiedene Bomber und Kampfflugzeuge ab - an Land, im IJsselmeer und im Wattenmeer. Einige wenige Besatzungsmitglieder konnten mit ihren Fallschirmen landen und wurden gefangen genommen, andere konnten mit Hilfe des Widerstands fliehen. Die meisten von ihnen jedoch verloren ihr Leben und kehrten nicht zu ihren Familien und Angehörigen zurück.

Informationen über die Enthüllung dieses Mahnmals

Dieses Mahnmal ist enthüllt am 30. Oktober 2021

Ort des Mahnmals

Absturz AVRO Lancaster Mk III ED816 OF-U, 97 Squadron, Slikkerdijk bei Wieringerwaard

Absturz Information

Die Lancaster war am 12. Juni 1943 um 23.04 Uhr vom Flugplatz Bourn in England aufgestiegen. Auf dem Rückweg von einem Bombenangriff auf die deutsche Stadt Bochum wurde das Flugzeug um 02.20 Uhr von einer Messerschmitt Bf110, die von Oberleutnant Werner Husemann geflogen wurde, abgeschossen. Die Lancaster stürzte auf dem Land von P. Visser am Slikkerdijk ab.


Vier der sieben Besatzungsmitglieder konnten das Flugzeug mit ihrem Fallschirm verlassen und sicher landen. Kurz darauf wurden Thomas, Hanrahan, Robertson und Bloomfield verhaftet und nach Verhör in ein Kriegsgefangenenlager gebracht. Doyle und Beard gelten immer noch als vermisst. Bromleys Leiche wurde mehr als zwei Wochen später in einem Kornfeld unweit der Absturzstelle gefunden. Er wurde auf dem Friedhof von Wieringerwaard beerdigt.

Die Besatzung

John Thomas

Flight Sergeant

Pilot

23 Jahre

UK

Charles James Hanrahan

Sergeant

Flugingenieur

30 Jahre

UK

McIvor Robertson

Flight Sergeant

Navigator

28 Jahre

UK

Ewan Bloomfield

Sergeant

Bombenschütze

22 Jahre

UK

William Edward Doyle

Sergeant

Funker

Alter unbekannt

UK

Leslie Thomas Beard

Sergeant

Schütze

20 Jahre

UK

Reginald Bromley

Sergeant

Schütze

Alter unbekannt

UK

Bilder der Enhüllung

Zusammenfassungen und Presseberichte

Bürgermeisterin van Dam betonte in ihrer Zusprache zum wiederholten Male, wie wichtig ist es, der oft sehr jungen Soldaten zu gedenken. Sie stiegen mit der Absicht, für unsere Freiheit zu kämpfen, in ihr Flugzeug und konnten nie sicher wissen, ob sie wieder nach Hause zurückkehren würden.


Chris sprach über beide Abstürze.

Am 13. Juni 1943 stürzte ein englischer Avro Lancaster III Bomber auf der Wiese

am Slikkerdijk ab. Vier Besatzungsmitglieder konnten aus dem Flugzeug springen und wurden kurz darauf festgenommen. Zwei Besatzungsmitglieder werden noch immer vermisst. Ein Besatzungsmitglied wurde zwei Wochen nach dem Absturz in einem Kornfeld gefunden und liegt auf dem Friedhof von Wieringerwaard begraben.


Am 17. Januar 1945 stiessen zwei britische Bristol Beaufighter ganz in der Nähe des Wasserturms zusammen. Die Besatzungsmitglieder beider Flugzeuge kamen dabei ums Leben. Auch sie liegen auf dem Friedhof von Wieringerwaard begraben.

Chris sprach auch über Teun Wonder, einem damals 16jährigen Jungen, der 1944 durch englische Gefechtsflieger ums Leben kam. Das Grab von Teun liegt in der Nähe der Gräber der jungen Männer, deren wir heute gedenken. Teuns Geschwister enthüllten die Informationstafeln am Mahnmal vor dem Wasserturm. Die Nationalhymnen der Niederlande und Englands wurden im Wasserturm von Trompeter Dirk Bak gespielt. Die Nationalhymnen klangen diesmal durch die Akustik des Wasserturms besonders schön.

Auf dem Friedhof wurden an den Gräbern der gefallenen Besatzungsmitglieder und am Grab von Teun Wonder Kränze und Blumen niedergelegt. Dirk Bak blies “The Last Post” auf seiner Trompete, gefolgt von einer Schweigeminute. Die Anwesenheit von Veteranen aus Schagen und Hollands Kroon verliehen dem Tag etwas besonders Feierliches.



NH Nieuws über die Enthüllungen in Wieringerwaard

Reg!o Noordkop über die Enthüllungen in Wieringerwaard