Crashinfo_DZ316_DE

Absturz information DZ316 Slootdorp

Während des Zweiten Weltkriegs stürzten innerhalb der Gemeindegrenzen von Hollands Kroon mehr als 40 verschiedene Bomber und Kampfflugzeuge ab - an Land, im IJsselmeer und im Wattenmeer. Einige wenige Besatzungsmitglieder konnten mit ihren Fallschirmen landen und wurden gefangen genommen, andere konnten mit Hilfe des Widerstands fliehen. Die meisten von ihnen jedoch verloren ihr Leben und kehrten nicht zu ihren Familien und Angehörigen zurück.

Informationen über die Enthüllung dieses Mahnmals

Dieses Mahnmal wird enthüllt am 21. May 2022

Datum : 21. Mai 2022


Ort des Mahnmals

Absturz Havilland Mosquito Mk.IV DZ316 / 1409 (Meteorological) Flight RAF

Schelpenbolweg Slootdorp

Absturz Information

Am 9. Mai 1943 stieg die Mosquito mit Pilot Hall und Navigator Woodruff vom Flughafen Oakington in England auf. Das Flugzeug war um 18.45 Uhr zu einem Langstreckenfoto- und meteorologischen Erkundungsflug (PAMPA) - unter anderem über den Niederlanden - gestartet.

 

Die Mosquito wurde in etwa 8.300 Metern Höhe von Hauptmann Robert Olejnik vom 4./JG 1 in seinem Jagdflugzeug Focke-Wulf FW190 abgefangen. Die beiden englischen Besatzungsmitglieder sprangen mit ihren Fallschirmen aus dem Flugzeug. Die Mosquito zerbrach in der Luft,  die Trümmer landeten verstreut am Schelpenbolweg, Klieverweg und am Wierweg.

 

Kaum war der Navigator Woodruff gelandet, wurde er vom Betsatzer gefangen genommen. Pilot Hall konnte sich mit Hilfe des Widerstands einige Tage an verschiedenen Orten verstecken. Doch die Besatzungsmächte drohten mit weitreichenden schweren Repressalien und so stellte sich Hall am 14. Mai in Middenmeer.

Die Bezatsung

Peter Frank Hall

Flying Officer

Pilot

27 Jahre

UK

William Charles Woodruff

Pilot Officer

Navigator

21 Jahre

UK

Bilder der Enhüllung

Zusammenfassungen und Presseberichte

Amerikanische Armeelastwagen bei der Enthüllung von zwei Mahnmalen am 21. Mai 2022 am Schelpenbolweg

Eine niederländische Fokker erlitt am 12. Mai 1940 einen Motorschaden und machte eine Notlandung auf dem Grundstück E48 in der Nähe des Schelpenbolweg. Beide Besatzungsmitglieder blieben bei dem Absturz unversehrt.

 

 

 Am 9. Mai 1943 wurde ein Mosquito-Aufklärungsflugzeug abgeschossen, die Bruchstücke kamen rund um den Schelpenbolweg nieder. Beide Besatzungsmitglieder konnten mit Fallschirmen aus dem Flugzeug springen und überlebten dadurch den Absturz. Sie wurden von den Deutschen gefangen genommen.

Am 21. Mai 2022 enthüllten wir zwei Mahnmale für die Besatzungsmitglieder dieser Flugzeuge. Beide Mahnmale wurden am Schelpenbolweg platziert und enthüllt. Geladene Gäste und Interessierte versammelten sich bei der Cultuurschuur in Wieringerwerf, wo Fred de Vries vom Geschichtsverein Wieringermeer die Begrüßungsrede hielt. Fred zeigte ein Foto der abgestürzten Fokker mit erklärendem Text auf der Rückseite um zu zeigen, das achtzig Jahre später immer noch neue Informationen auftauchen können.

 

Auch unser Vorsitzende Mark Hakvoort begrüßte alle Besucher und insbesondere den Flugoffizier Brad Duesbury von der englischen Botschaft in Den Haag, Bürgermeisterin Rian van Dam, Dirk und Jetty Bak, Edith van de Bovenkamp von Freedom Flame und die Veteranen Schagen – Hollands Kroon. Die niederländischen Streitkräfte wurden von LTZ1 Richard van Hooff und SAOO Roelof van Beenen vertreten, beide stationiert am Militärflugplatz De Kooy in Den Helder.

Von der Cultuurschuur aus konnten die Gäste in original amerikanische Armeelastwagen, die das Militärmuseum in Medemblik zur Verfügung gestellt hatte, zur ersten Enthüllung am Schelpenbolweg fahren und Viele nutzten dankbar dieses Angebot.

 

 

 

Beim Mahnmal für die Mosquito DZ316 wurde an Peter Frank Hall und William Charles Woodruff erinnert. Sie hatten den Absturz überlebt, weil sie rechtzeitig mit dem Fallschirm abgesprungen waren. Die Bürgermeisterin von Hollands Kroon, Rian van Dam, war ebenfalls bei der Enthüllung dieses Mahnmals anwesend und beschrieb in Kürze, was am 9. Mai 1943 geschehen war. Flugoffizier Brad Duesbury erklärte in seiner Ansprache, wie geehrt er sich fühle, bei dieser Zeremonie anwesend zu sein. Dirk Bak spielte die englische Nationalhymne und Kränze und Blumen wurden im Namen der Gemeinde Hollands Kroon, des Historischen Vereins Wieringermeer, der Verteranen Schagen und Hollands Kroon, der englischen Botschaft und der Freedom Flame Foundation niedergelegt. Die Gesellschaft fuhr dann mit einem Lastwagen der amerikanischen Armee zum Mahnmal für die niederländische Fokker, etwas weiter unten am Schelpenbolweg. Bertus Juurlink hatte den Transport am heutigen Tag wiederum bestens geregelt.